Ulrich Wolff

studierte Kontrabass bei Rainer Zepperitz an der Hochschule der Künste in Berlin. Ab 1976 war er Mitglied des von Leonard Bernstein geleiteten Weltjugendorchesters in Seoul und Tokio. Im folgenden Jahr fing er bei den Berliner Philharmonikern, denen er bis heute angehört, unter Herbert von Karajan an- als damals jüngstes Mitglied. Von 1981 bis 1985 unterbrach er seinen Dienst, um als Erster Solo-Kontrabassist unter Sergiu Celibidache im Radio-Sinfonieorchester Stuttgart zu spielen.
In den 1990er Jahren wirkte bei zahlreichen Konzertreisen und CD-Produktionen des „Consortium Classicum“ mit.
Im Ensemble Berlin, das er 1999 zusammen mit philharmonischen Kollegen mitbegründete, spielt er selten gespielte Kammermusik der Klassik und Romantik. Außerdem trat er kammermusikalisch mit Krystian Zimmermann, dem Auryn Quartett, dem Rodin Quartett und dem Philharmonia Quartett Berlin, Anne Sofie von Otter, Christoph Prégardien und Magdalena Kočená auf.

Seine besondere Liebe gilt der Alten Musik, die er von Kind an pflegt. Ulrich Wolff, der Mitglied des inzwischen aufgelösten Ensembles von Reinhard Goebels „Musica Antiqua Köln“ war, beherrscht auch das Spiel auf historischen Instrumenten wie dem Violone und der Viola da Gamba. Seit 2008 spielt er als Gambist und Violonist in dem von ihm mitbegründeten Ensemble „Concerto Melante“ sowie bei den „Berliner Barocksolisten“. Zwischen 2012 und 2015 spielte er die Gambensoli bei den Aufführungen der Johannes- und der Matthäuspassion unter Simon Rattle und Peter Sellars beim Lucerne Festival, im Lincoln Center, New York, in der Royal Albert Hall, London, in der Berliner Philharmonie und im Baden-Badener Festspielhaus.   

Mit "Concerto Melante" nahm er für Sony Classical zahlreiche CDs auf. Auch beim Freiburger Barockorchester wirkte er bei zahlreichen Konzertreisen und CD-Produktionen mit.
Europaweit, sowie in Japan, China, Singapore, Brasilien und den USA gab er Meisterkurse für Kontrabass, Violone und Viola da Gamba. Ab 2005 unterrichtete er an den von Claudio Abbado initiierten Gustav Mahler Akademien in Potenza und Bozen in Italien und seit 2018 am Hyogo Performing Arts Center, Japan.
Die Vielfältigkeit seiner künstlerischen Tätigkeit ist auf unzähligen CDs sowie in seiner Anwesenheit bei den wichtigen internationalen Konzertreihen und Festivals in Europa, Asien, Amerika und Australien dokumentiert.